Risikofaktoren
Risikofaktoren - fest im Griff?
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems meist als Folge der Atherosklerose (Gefäßverkalkung) führen die Todesursachenstatistik aller westlichen Industrienationen an. Auch in Österreich verstarben im Jahre 2008 32.864 Menschen an Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Leiden. Und das obgleich die meisten kardiovaskulären Risikofaktoren heute hinreichend bekannt sind, und sowohl durch medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Maßnahmen erheblich beeinflußt werden können.
Klassische Risikofaktoren sind:
a) Beeinflußbare Risikofaktoren:- Fettstoffwechselstörungen, erhöhtes Cholesterin (LDL-Cholesterin)
- Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
- Übergewicht und Adipositas
- Diabetes mellitus
- Rauchen
- BEWEGUNGSMANGEL
b) Nicht beeinflußbare Risikofaktoren:
- Höheres Alter
- Männliches Geschlecht
- Genetische Disposition (familiäre Vorbelastung)
Weitere Risikofaktoren für Atherosklerose und koronare Herzkrankheit:
- Lipoprotein (a)
- C-reaktives Protein
- Homocystein
- Fibrinogen
- Mikroalbuminurie
- Niedriger sozioökonomischer Status
- Stress
Prävention
Prävention bedeutet "zuvorkommen" und wer will ernsthaft behaupten, daß eine Medizin, die dem Entstehen (Primärprävention) oder der Verschlimmerung (Sekundärprävention) einer Erkrankung zuvorkommt, nicht die Königsdisziplin ärztlichen Handelns darstellt. Dieses Ziel vor Augen gilt es, Risikofaktoren möglichst früh zu erkennen, Risikoprofile zu erstellen und rechtzeitig gegebene Chancen für eine positive Veränderung zu nutzen.Die wichtigste Vorbeugung gegen Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die Verminderung bzw. Vermeidung der Risikofaktoren bzw. deren optimale Behandlung.
Neben der medikamentösen Behandlung der Risikofaktoren spielen regelmäßiges Training und sogenannte "life-style-modifications" eine wichtige Rolle. Lebensstilveränderungen hinsichtlich Ernährung und Bewegung stellen die Basis jeder Intervention dar.
Ausdauertraining als präventive Maßnahme aber auch als therapeutische Option:
Ein regelmäßiges Training in Form von gut dosierten Ausdauerbelastungen zählt zu den wichtigsten Maßnahmen in der Primär- und Sekundärprävention, ist aber auch ein eigenständiger therapeutischer Ansatzpunkt. Ausdauertraining ist als therapeutische Alternative oder Ergänzung zu medikamentösen Maßnahmen anerkannt.Die Verordnung von Ausdauertraining als Therapie:
Will man Ausdauertraining gleichsam als Therapie einsetzen, muß man die gleichen Richtlinien beachten, die auch bei der Verschreibung von Medikamenten zum Einsatz kommen. Einfach mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren ist freilich ein guter Rat und allemal besser als dem "sedentary lifestyle" zu frönen, will man aber durch Training Veränderungen funktioneller oder struktureller Art hervorrufen, muß man Ausdauertraining ebenso exakt dosieren, wie jedes andere Medikament. Zuviel des Guten ist ebenso schädlich wie eine Unterdosierung, die die Wirkung vermissen läßt. Ausdauertraining muß daher quantitativ exakt dosiert werden, denn nur durch eine exakte Verordnung der Dosis wird die Wirkung berechenbar.Prävention:
Der Check-up





